Abschied von Popayán

Unsere Reise geht dem Ende zu. Es hat alles geklappt mit der Umbuchung. Etwas traurig sind wir schon, dass es schon zurück nach Europa geht, aber wir freuen uns auch auf die 20 Tage Schweiz. Heute geht es nach Bogotá und Morgen dann nach Frankfurt.
Gestern war unser letzer Abend in Popayán und zufällig gab es eine Tanzdarbietung in der Altstadt. Unsere Erfahrung zeigt, wenn man etwa 5 Tage am selben Ort bleibt, dann erlebt man auch eine Feier oder Fest.

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Tanzgruppen zeigten Tänze von verswchiedenen Regionen Kolumbiens.

Heute gab´s zum Abschied  Tamales von unserer Gastgeberin Olga geschenkt. Kolumbianische Spezialität: Mais- oder Yucateig mit Gemüse und Fleisch eingewickelt in ein Bananenblatt, dazu gab es scharfe Erdnusssauce und Guavensaft. Lecker !

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Sicherheit

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Die Kolumbianer sehnen sich nach Frieden. Wenn doch alle ihre Waffen niederlegen würden. Con Paz haremos más!

Fast jede (und auch fast jeder) der zum ersten Mal Kolumbien bereist macht sich Gedanken über die Sicherheitslage.
Wir (zwei Frauen) sind nun schon zum zweiten Mal in Kolumbien und möchten gerne unsere Erfahrungen teilen. Wir glauben Kolumbien wird immer sicherer für Reisende und wenn frau einige Vorsichtsregeln beachtet spricht nichts dagegen. Wir empfinden die Kolumbianer als die höflichsten Menschen und haben bis jetzt nur positive Erfahrungen gemacht.
Der Frieden war noch nie so nah wie jetzt. Damit macht zumindest die Regierung Werbung für sich: CON PAZ HAREMOS MÀS!! Aber aktuell herrscht immer noch Krieg. Im April 2014  gab es einen Sprengstoffattentat auf der Panamerica zwischen Popayán und El Bordo, im letzten Dezember tötete eine Autobombe vor der Polizeistation Inza (35 km von Silvia) 9 Menschen. Während unseres Aufenthalts gab es einen 3 wöchigen einseitigen Waffenstillstand. Aber Touristen bekommt vom Krieg in der Regel eh nichts mit. Die Guerillas interessieren sich nicht für Touristen. Die Leidtragenden sind in erster Linie die Bauern und die Indigenas, die zwischen den Fronten sind. Das Auswärtige Amt in Deutschland warnt vor der gesamte Pazifikküste, den Departements Chocó, Cauca, Putumayo, Nariño, Arauca, Córdoba, Caquetá,vor einzelne Gebiete im Department Norte de Santander und der Nordosten und Nordwesten des Departements Antioquia sowie dem Süden des Landes. Wir befinden uns jetzt im Cauca und waren auch schon im Choco an der Pazifikküste und wir persönlich finden diese Warnung zu allgemein und zu abschreckend. Wir fühlen uns hier auf den Hauptrouten jedenfalls sicher. Will man Touren in abgelegene Gebiete durchführen sollte man sich vorher aber über die Sicherheitslage informieren und Anweisungen vor Ort befolgen.
Kolumbien ist auf jeden Fall eine Reise wert. Wir haben dieses Land lieben gelernt und hoffen, dass der Friede wirklich machbar ist. Hoffentlich macht der Tourismus (der mit dem Frieden sicherlich einen Boom erleben wird) danach nicht alles kaputt.

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Polizeistation im Dorf Silvia. Angst vor Autobomben: Strassensperre und Wachposten.

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Im Süden der Panamerica findet man fast vor jeder Brücke einen Wachposten.

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Mit Paraden und Festen wirbt das Militär für sich.

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Militärpräsenz ist sehr hoch zum Schutz der Bevölkerung heisst es.

 

 

Piendamo – Silvia

Die Indigenas Guambiano leben in dieser Gegend.
Am Dienstag ist Marktag in Silvia und die Indigenas kommen mit den bunten Chivas nach Silvia um ihre Produkte zu verkaufen. Da wir Montag schon wieder nach Bogotá fliegen, machten wir den Ausflug nach Silvia Gestern am Samstag. Mit dem Bus vom Terminal Popayán fährt alle 20 Minuten ein Bus über Piendamo nach Silvia (2500m.ü.M.).

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So traditionell sind sie auch wieder nicht. Diese Frau kam mit dem Motorad in die Stadt.

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Sie sind sehr traditionell. Guambia heisst die Leinentasche der Frauen, in denen sie ihre Handarbeit wie Spindel und Wolle aufbewahren. Sie sprechen neben Spanisch noch ihre eigenen Chicha-Dialekt.

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Guambianos lassen sich nicht gerne fotografieren.

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Silvia – ca. 1,5 Std. mit dem Bus von Popayán

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Eine Chiva vollgepackt mit Eiern.